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Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 26.02.2020

Differenzkindergeld: Zeitpunkt der Währungsumrechnung von ausländischen Familienleistungen

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hatte zu klären, ob die einzelfallbezogene Berechnung des von Monat zu Monat variierenden Differenzkindergelds den Vorgaben des EuGH-Urteils C-473/18 entspricht und welcher Tag maßgeblich für die jeweilige Währungsumrechnung ist (Az. 3 K 2234/19).

Die Klägerin und ihr Ehemann arbeiteten in der Schweiz. Der Ehemann erhielt zwei Kinderzulagen von jeweils 200 CHF monatlich. Die Klägerin beantragte Kindergeld in Deutschland. Dem Grunde nach hat sie einen Anspruch auf „Differenzkindergeld“ (Differenz zwischen dem inländischen Kindergeld und der Schweizer Kinderzulage). Die Familienkasse zahlte kein Differenzkindergeld aus, da die ausländischen Familienleistungen wechselkursbedingt die Höhe des deutschen Kindergelds erreichten. Die Klägerin legte andere Stichtage für die Währungsumrechnung zugrunde. Sie machte einen Anspruch auf Differenzkindergeld von rund 1.300 Euro geltend.

Das FG Baden-Württemberg entschied zugunsten der Klägerin, dass für die Währungsumrechnung zur Ermittlung des Differenzkindergeldes der jeweilige Tag maßgeblich ist, an dem der zuständige Träger des Beschäftigungsstaats die Zahlung der fraglichen Familienleistungen vorgenommen hat.

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